Forschung bei Bayer

Forschung für medizinischen Fortschritt zum Wohl des Patienten

Bayer ist als einziges globales Unternehmen gleichzeitig in der Forschung zur Verbesserung der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze aktiv. Durch die systematische und intensive Zusammenarbeit von Forschern über ihre Spezialgebiete hinweg werden damit neue Impulse gesetzt. Von weltbekannten Arzneimitteln bis zur Hightech-Plattform, von innovativen Diagnostik-Technologien bis zur Tierarznei – Bayer lebt eine Innovationskultur über L?nder- und Forschungsgrenzen hinweg.

?

Wie entsteht ein Medikament eigentlich?

Vom Molekül zum Medikament
?
Forschungsbereiche bei Bayer

Pharmaceuticals?

pharma-two_researchers_examining_blood_vessels
Netzhaut im Blick: Dr. Jürgen Klar und Dr. Michael B?ttger (v. li.) von Bayer in Wuppertal begutachten anhand von Bildern den Zustand von Blutgef??en am Augenhintergrund.

Pharmaceuticals?konzentriert sich auf Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf auf den Gebieten Herz-Kreislauf, Onkologie, Frauenheilkunde, H?matologie und Augenheilkunde. Wir betreiben Forschungs- und Entwicklungsaktivit?ten an mehreren Zentren, vor allem in Deutschland, den USA, Japan, China, Finnland und Norwegen.

?

2018 haben wir fünf neue Wirkstoffe aus unserer Forschungspipeline in die pr?klinische Entwicklung überführen. Dabei definieren wir einen neuen Wirkstoff (NME = new molecular entity) als neue chemische oder biologische Substanz, die sich bislang nicht in der Entwicklung befindet. In der pr?klinischen Entwicklung werden die Wirkstoffe in verschiedenen Modellen auf ihre Eignung für die Erprobung in klinischen Studien und der damit verbundenen Erstanwendung am Menschen weiter untersucht. Mehrere Arzneimittelkandidaten aus unserer Forschungs- und Entwicklungspipeline durchliefen 2018 klinische Studien. Unsere bereits zugelassenen Produkte st?rkten wir durch weitere Entwicklungsaktivit?ten, um ihre Anwendung weiter zu verbessern bzw. das Indikationsspektrum zu erweitern.

?

Klinische Studien sind ein unentbehrliches Instrument zur Bestimmung der Wirksamkeit und Sicherheit neuer Medikamente, bevor sie zur Diagnostik oder Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden k?nnen. Nutzen und Risiken neuer medizinischer Produkte müssen stets wissenschaftlich belegt und gut dokumentiert werden. Alle klinischen Studien bei Bayer entsprechen strengen internationalen Richtlinien und Qualit?tsstandards sowie den jeweiligen gültigen nationalen Gesetzen und Normen.

?

Beispiele für Einreichungen und Zulassungen aus der Pharma-Forschung:

Adempas??(Wirkstoff: Riociguat) ist ein Stimulator der l?slichen Guanylat-Zyklase (sGC), der erste Vertreter einer neuartigen Medikamentenklasse von gef??erweiternden Substanzen. Der als Tablette einzunehmende Wirkstoff wird derzeit vor allem als innovativer und spezifischer Behandlungsansatz bei verschiedenen Formen des Lungenhochdrucks untersucht.


Adempas? ist in den USA und Europa zur Behandlung bestimmter Formen chronisch-thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH) und pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) zugelassen. In Japan erfolgte im Jahr 2014 die Zulassung für CTEPH und im Februar 2015 für PAH.


Das Studienprogramm für Riociguat umfasst auch Studien au?erhalb der Indikation pulmonale Hypertonie. So wird Riociguat in Phase II zur Behandlung von Patienten mit diffuser systemischer Sklerose untersucht.

Stivarga??(Wirkstoff: Regorafenib) ist ein oral wirksamer Multi-Kinase-Inhibitor. Er hemmt verschiedene Signalwege, die für das Tumorwachstum verantwortlich sind. Stivarga? ist in den USA, Europa, Japan und weiteren L?ndern zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem Darmkrebs (mCRC) sowie gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) zugelassen.


Im November 2016 wurde für Stivarga? (Wirkstoff: Regorafenib) in den USA, Japan und Europa eine Zulassungserweiterung beantragt. Die Antr?ge beziehen sich auf die Zweitlinienbehandlung von Patienten mit inoperablem hepatozellul?rem Karzinom. Stivarga?, ein oral wirksamer Multikinase-Inhibitor, ist unter diesem Markennamen bereits in vielen L?ndern für die Behandlung von metastasiertem Kolorektalkrebs und nichtresezierbaren oder metastasierten gastrointestinalen Stromatumoren zugelassen. Die US-amerikanische Gesundheitsbeh?rde Food and Drug Administration (FDA) gew?hrte Regorafenib im Zulassungsverfahren für die Indikationserweiterung (Supplemental New Drug Application, sNDA) den Status der vorrangigen Prüfung (?Priority Review“). Auch von der japanische Gesundheitsbeh?rde MHLW (Ministry of Health, Labour and Welfare) wurde dem Zulassungsantrag im Januar 2017 der Status der vorrangigen Prüfung gew?hrt.


Stivarga? ist ein von Bayer entwickeltes Pr?parat. 2011 vereinbarten Bayer und Onyx Pharmaceuticals, Inc., eine Tochtergesellschaft von Amgen Inc., USA, dass Onyx Lizenzgebühren auf weltweite Ums?tze mit Stivarga? im Bereich der Krebsbehandlung erh?lt.

Xofigo??(Wirkstoff: Radium-223-Dichlorid) ist in der EU und den USA zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakrebs (CRPC) mit symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen zugelassen.

?

Xofigo? (Radium-223-Dichlorid) erhielt im M?rz 2016 vom japanischen MHLW die Marktzulassung für die Behandlung von Erwachsenen mit kastrationsresistentem Prostatakrebs und Knochenmetastasen.

Eylea??(Wirkstoff: Aflibercept) ist unser gemeinsames Entwicklungsprojekt mit Regeneron Pharmaceuticals, Inc., USA. Aflibercept blockiert den natürlichen Wachstumsfaktor VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor), wodurch die abnorme Bildung neuer Blutgef??e, die zu Blutungen neigen, verhindert wird. Das Pr?parat wird lokal ins Auge appliziert. In den USA h?lt Regeneron Pharmaceuticals Inc., USA, die alleinigen Rechte. Au?erhalb der USA wird das Pr?parat von Bayer vermarktet.


Eylea? ist zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makula-Degeneration (AMD), zur Behandlung des Sehsch?rfenverlustes aufgrund eines Makula-?dems infolge eines Zentralvenenverschlusses der Netzhaut (CRVO) sowie zur Behandlung des diabetischen Makula-?dems (DME) zugelassen. In Japan ist Eylea? zus?tzlich zur Behandlung der myopiebedingten choroidalen Neovaskularisation (mCNV) zugelassen.


Im Februar 2015 erteilte die Europ?ische Kommission die Zulassungserweiterung für Eylea? zur Behandlung einer Beeintr?chtigung der Sehsch?rfe aufgrund eines Makula-?dems infolge eines retinalen Venenastverschlusses (BRVO). Damit kann Eylea? in Europa bei allen Patienten eingesetzt werden, die aufgrund eines retinalen Venenverschlusses (RVO) ein Makula-?dem mit nachfolgender Beeintr?chtigung der Sehsch?rfe haben. Im Juni 2015 erfolgte die Zulassung in dieser Indikation in Japan. Im Oktober 2015 wurde Eylea? von der Europ?ischen Kommission für die Behandlung der myopiebedingten choroidalen Neovaskularisation (mCNV) zugelassen.

Xarelto??(Wirkstoff: Rivaroxaban) ist unter den nicht-Vitamin-K-abh?ngigen oralen Gerinnungshemmern das Medikament mit den meisten zugelassenen Indikationen im Bereich der ven?sen und arteriellen Thromboembolien. über alle Indikationen hinweg ist Xarelto? in mehr als 130 L?ndern weltweit zugelassen – wobei der Zulassungsstatus von Land zu Land variieren kann. In den USA wird Xarelto? durch Janssen Pharmaceuticals, Inc., eine Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, vermarktet.


Im Mai 2015 wurde Xarelto? von der chinesischen Gesundheitsbeh?rde China Food and Drug Administration (CFDA) zur Pr?vention von Schlaganf?llen und systemischen Embolien bei Patienten mit Vorhofflimmern und zur Behandlung von tiefen Venenthrombosen (DVT) zugelassen. Die Zulassung beinhaltet zus?tzlich die Verwendung von Xarelto? zur Senkung des Risikos einer wiederkehrenden tiefen Venenthrombose und Lungenembolie nach einer akuten tiefen Venenthrombose. Im September 2015 erhielt Xarelto? von der japanischen Arzneimittelbeh?rde Ministry of Health, Labor and Welfare (MHLW) die Zulassung zur Behandlung und Sekund?rpr?vention pulmonaler Thromboembolien und tiefer Venenthrombosen.


über die bereits zugelassenen Indikationen hinaus wird die Anwendung von Rivaroxaban auch bei anderen kardiovaskul?ren Erkrankungen untersucht, wie zum Beispiel die Pr?vention schwerer kardialer Ereignisse, embolische Schlaganf?lle unklarer Ursache oder periphere arterielle Verschlusskrankheit.

?

Rivaroxaban wurde von Bayer erfunden und wird gemeinsam mit Janssen Research & Development, LLC, USA, einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, entwickelt.

In unserem Kontrastmittel- und Medizinger?tegesch?ft (Gesch?ftseinheit Radiology) fokussieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivit?ten auf die kontinuierliche Verbesserung unserer Kontrastmittel und Kontrastmittel-Injektionssysteme. Damit wollen wir unsere Führungsposition auf dem Gebiet der Radiologie weiter ausbauen.


Im M?rz 2015 erhielten wir in Japan die Zulassung für die Gadovist? (Wirkstoff: Gadobutrol) Injektionsl?sung zum Einsatz in der Magnetresonanztomographie (MRT). Gadovist? ist das erste gadoliniumhaltige Kontrastmittel in hoher Konzentration und Relaxivit?t, das in Japan zu Verfügung steht. Im Juli 2015 wurde Gadovist? von der Europ?ischen Kommission für die Anwendung bei Kindern unter zwei Jahren zugelassen. Diese Zulassungserweiterung gilt für alle bereits zugelassenen Indikationen.


Im August 2015 wurde das MRXperion Injektionssystem von der FDA für die Injektion für Kontrastmittel zugelassen. Unser System optimiert den Injektionsprozess, verfügt über weiterentwickelte und verbesserte patientennahe Anwendungen und kann mit unserer Software-Plattform Radimetrics? Enterprise verbunden werden.


Im Mai 2016 erhielt Gadavist? / Gadovist? (Wirkstoff: Gadobutrol) von der US-amerikanischen Gesundheitsbeh?rde FDA als erstes Kontrastmittel die Zulassung zur Magnetresonanzangiographie (MRA) bei bekannter oder vermuteter Erkrankung der supra-aortalen Arterien oder der Nierenarterien bei Patienten in allen Altersklassen.

Im November 2018 erhielt Larotrectinib (Handelsname: Vitrakvi?) in den USA die Zulassung für die Behandlung von erwachsenen und p?diatrischen Patienten mit soliden Tumoren und einer Fusion in den neurotrophen Tyrosin-Rezeptor-Kinase-Genen (NTRK-Genen), jedoch keiner bekannten erworbenen Resistenz.

?

Die Zulassung bezieht sich au?erdem auf solche Tumore mit einer NTRK-Genfusion, die entweder metastasiert sind oder bei denen eine chirurgische Resektion wahrscheinlich eine hohe Morbidit?t zur Folge haben wird und es für die Patienten keine zufriedenstellenden Alternativbehandlungen gibt oder der Krebs nach einer Behandlung fortgeschritten ist.

?

Der Wirkstoff Larotrectinib wurde entwickelt, um den für das Tumorwachstum verantwortlichen Signalweg gezielt zu blockieren. Im August 2018 reichte Bayer Larotrectinib auch in der Europ?ischen Union zur Zulassung ein.

Consumer Health

consumer-health-cleaning_of_an_ointment_mixer-300x200
Andreas Werner (links) and Francesco Lo Grande s?ubern und begutachten die Glasst?be eines Salben-Mixers für die Produktion von Bepanthen? Wund- und Heilsalbe.

Consumer Health?konzentriert sich auf die Entwicklung neuer verschreibungsfreier (OTC) Produkte und L?sungen, die das Wohlbefinden und die Gesundheit von Verbrauchern verbessern. Unsere Aktivit?ten umfassen die Bereiche Schmerz, Dermatologie, Nahrungserg?nzung, Magen-Darm-Gesundheit, Allergie und Erk?ltung, sowie Fu?pflege. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Produktentwicklungen, die sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Verbraucher ausrichten. Unsere Innovationen reichen von neuen Produktformulierungen und Verpackungen hin zu technischen Anwendungen und Medizinprodukten.

?

Im Berichtsjahr 2018 haben wir rund 40 neue konsumentenvalidierte Konzepte weiterentwickelt und damit das von uns gesetzte Ziel deutlich übertroffen. Wir verfügen über ein weltweites Netz an Standorten zur Entwicklung unserer Produkte in den USA, Frankreich, Deutschland und China. Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Strategie ist die überführung von bislang verschreibungspflichtigen und für die Selbstmedikation geeigneten Arzneimitteln in den OTC-Status.

?

?