Politisches Engagement

Unsere politischen Grunds?tze und Positionen

Als Teil unseres Engagements gegen Korruption stellt unser ?Verhaltenskodex für verantwortungsvolles Lobbying“ verbindliche Regeln für das Engagement im politischen Raum dar und schafft Transparenz in der Zusammenarbeit mit Repr?sentanten politischer Institutionen. Zudem beteiligen wir uns proaktiv an bestehenden Transparenzinitiativen beispielsweise der Europ?ischen Institutionen oder des US-Kongresses.

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Die Grunds?tze für die Ausrichtung der politischen Interessenvertretung von Bayer werden vom ?Public and Governmental Affairs Committee“ des Konzerns erarbeitet. Dieses Gremium legt die Positionen des Unternehmens in Bezug auf relevante politische und gesetzgeberische Entscheidungsprozesse fest und ber?t den Bayer-Vorstand bei der Positionierung zu wichtigen politischen Fragestellungen. Auf globaler Ebene lag im Jahr 2018 der Fokus unserer politischen Interessenvertretung auf den Themen ?Innovation“, ?Access“ (Zugang),
?Reputation“ und ?Freedom to Operate“. Im Bereich ?Innovation“ setzt sich Bayer für den gesellschaftlichen Diskurs über gute Rahmenbedingungen für die Entwicklung innovativer Technologien und einen starken Schutz von geistigem Eigentum ein. Der Themenkomplex ?Access“ befasst sich mit dem sicheren, schnellen und einfachen Zugang von Patienten und Konsumenten zu unseren Produkten. Im Bereich ?Reputation“ wollen wir Bayer als führendes Life-Science-Unternehmen positionieren. Dazu suchen wir aktiv den Austausch mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren, insbesondere mit Nichtregierungsorganisationen und Politikern. Unter ?Freedom to Operate“ fallen alle Aktivit?ten, mit denen Bayer für eine streng wissenschaftsbasierte Regulierung und eine intensive und ergebnisoffene Auseinandersetzung mit neuen Technologien eintritt. Die konkrete Umsetzung der Interessenvertretung vor Ort, das Einhalten ethischer und rechtlicher Kriterien und das Schaffen von Transparenz erfolgen durch die L?ndervertretungen und die Konzernfunktion Public Affairs & Sustainability.

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Unsere Verbindungsbüros in Berlin, Brüssel, Washington, Moskau, Brasilia und Peking sind für unser Unternehmen wichtige Kontaktstellen zur Politik. Wir ver?ffentlichen Angaben zu Kosten, Mitarbeiterzahl und sonstigen im jeweiligen Land gesetzlich vorgeschriebenen Daten, z. B. in den Transparenzregistern der?Europ?ischen Institutionen?oder des?US-Kongresses. Dabei geht Bayer weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen hinaus. So ver?ffentlichen wir beispielsweise auch Daten für L?nder wie etwa Deutschland, in denen keine gesetzliche Publizit?tspflicht besteht. 2020 beliefen sich die Kosten unserer Verbindungsbüros auf 2 Mio. € in Berlin, Deutschland, 2,4 Mio. € in Brüssel, Belgien, 8,5 Mio. € in Washington, USA, 0,3 Mio. € in Moskau, Russland, 1 Mio. € in Brasília, Brasilien, und 1,6 Mio. € in Peking, China.

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Gem?? unserer Konzernregelung zum verantwortungsvollen Lobbying haben wir im Berichtsjahr keine direkten Spenden an politische Parteien, Politiker oder Kandidaten für ein politisches Amt geleistet. Einige Verb?nde, deren Mitglied wir sind, spenden unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regeln in eigener Verantwortung.

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In den USA, wo Unternehmensspenden bei Wahlen auf Bundesebene sowie vielfach auch bei Wahlen in den Bundesstaaten oder auf lokaler Ebene gesetzlich untersagt sind, nutzen einige Mitarbeiter das ?Bayer Corporation Political Action Committee“ (BayPac), um Kandidaten für parlamentarische ?mter durch private Spenden zu unterstützen. Political Action Committees sind staatlich reglementierte und rechtlich selbstst?ndige Mitarbeitergruppen. Die von ?BayPac“ get?tigten privaten Spenden werden regelm??ig an die US-Wahlaufsichtsbeh?rde Federal Election Commission gemeldet und sind auf deren?Webseite?(auf Englisch) einsehbar.

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Unsere politischen Positionen

Bayer engagiert sich für unterschiedliche Themen in verschiedenen L?ndern und mit einer Vielzahl von Interessengruppen und Organisationen. Wir ver?ffentlichen proaktiv unsere politischen Positionspapiere, um Transparenz in der Zusammenarbeit mit Stakeholdern und Entscheidungstr?gern zu gew?hrleisten.

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Aktualisierungen dieser, nicht ersch?pfenden, Liste politischer Positionen werden kontinuierlich zur Verfügung gestellt. Die unten aufgeführten Positionen geben einen überblick über die übergeordneten Positionierungen des Unternehmens und k?nnen daher als Leitlinien für unser politisches Engagement gesehen werden.

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Die künftigen Beziehungen Gro?britanniens zur EU: Gr??tm?gliche wirtschaftliche Integration

Thema

Nachdem sich das britische Volk im Juni 2016 gegen einen Verbleib des Landes in der EU ausgesprochen hat, muss die britische Regierung neue (wirtschaftliche) Beziehungen zur EU aufbauen. Auf dem Tisch liegen verschiedene Optionen, die eine unterschiedlich starke wirtschaftliche Integration zwischen Gro?britannien und der EU vorsehen. Die britische Regierung muss zwischen den wirtschaftlichen Vorteilen der Integration und den innenpolitischen ?Kosten“ eines Souver?nit?tsverlustes abw?gen. Die Herausforderung besteht zurzeit vor allem darin, sorgf?ltig zwischen den zentralen Versprechen der ?Leave“-Kampagne – die Einschr?nkung der Zuwanderung von Arbeitskr?ften aus der EU, die Einstellung von Zahlungen in den EU-Haushalt und die Wiedergewinnung der Kontrolle über die Gesetzgebung – und dem verlorenen Zugang zum europ?ischen Binnenmarkt, der aktuell rund 44 % aller britischen Exporte (2015) aufnimmt, abzuw?gen.

Der europ?ische Binnenmarkt dient dem Wohl aller 500 Millionen EU-Bürger und erm?glicht es den Unternehmen, ungehindert in allen Mitgliedstaaten t?tig zu sein. Ein funktionierender Binnenmarkt, in dem sich Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital ohne Z?lle oder sonstige Beschr?nkungen frei bewegen k?nnen, f?rdert Handel und Wettbewerb, erh?ht die Effizienz und senkt die Preise.

Der Brexit k?nnte zudem den Zugang Gro?britanniens zur europ?ischen Forschung gef?hrden. Dazu z?hlt auch der Zugang zu europ?ischen Mitteln für Forschung und Entwicklung (F&E) und zu Kooperationsnetzwerken. EU-Programme wie das weltweit gr??te F&E-Programm Horizon 2020 sowie eine ?ffentlich-private Partnerschaft der EU, die Innovative Medicines Initiative, finanzieren und unterstützen die Entwicklung neuer, innovativer Produkte. Aus dem Forschungsbudget der EU flie?t viel Geld in die britische Gesundheits- und Life-Sciences-Forschung, w?hrend andererseits die europ?ische Forschungsgemeinschaft von der aktiven Beteiligung britischer Universit?ten und Industrielabore an gemeinsamen Forschungsprojekten profitiert.

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Position von Bayer

Bayer ist ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland, das stark in Gro?britannien vertreten ist und auf die F&E und die Vermarktung eigener Produkte spezialisiert ist. Das Kernanliegen von Bayer besteht zurzeit darin, eine starke F&E-Basis in Gro?britannien und einen ungehinderten Zugang zum britischen Markt aufrechtzuerhalten.

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  1. Ohne Hauptsitz im Land ist es für das britische Bayer-Gesch?ft enorm wichtig, dass die künftigen Beziehungen zwischen Gro?britannien und der EU auf einem wirtschaftlichen Modell mit?gr??tm?glicher wirtschaftlicher Integration?beruhen: Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital sollten sich weiterhin frei ohne Z?lle oder andere Barrieren bewegen k?nnen.
  2. In Anbetracht der über viele Jahre herausragenden Leistungen in der biowissenschaftlichen Forschung an den Hochschulen und in der klinischen Forschung ist die britische Pr?senz von Bayer auf F&E ausgerichtet. Um eine hohe Qualit?t der F&E zu wahren, sollte Gro?britannien?weiter an F&E-F?rderprogrammen der EU wie Horizon 2020 beteiligt sein, weil diese einen wichtigen Netzwerkeffekt entfalten.
  3. Bayer h?lt eine Harmonisierung und Kontinuit?t der EU-Gesetzgebung im Bereich des Gesundheitswesens für dringend notwendig, gerade auch mit Blick auf die Beibehaltung eines stabilen EU-Regelwerks und einer funktionierenden Europ?ischen Arzneimittelagentur. Weiterhin wird es wichtig sein, gemeinsame Standards für gewerbliche Schutzrechte und Patentvorschriften zu erreichen (z. B. das?Einheitspatent). Von besonderer Bedeutung für das Crop-Science-Gesch?ft von Bayer ist die Beibehaltung der?gemeinsamen Marktorganisation für Saatgut?sowie das harmonisierte System zur Registrierung von Pflanzensorten.
  4. Damit die laufenden Gesch?fte solide fortgeführt werden k?nnen, ist es wichtig, ein?Interimsabkommen?zu schlie?en, das u. a. die regulatorische Zusammenarbeit regelt. Um den Zugang langfristig zu sichern, sollte ein künftiges Handelsabkommen mit einem Mechanismus für die regulatorische Zusammenarbeit angestrebt werden.

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Digitale Politik: Datenaustausch ist wichtig

Thema

Die sogenannte?digitale Revolution?führt zu einem Umbruch in der Gesellschaft, bei den Unternehmen und ganzen Wirtschaftszweigen. Digitale Technologien haben das Potenzial, Analysen, Produktion und Dienstleistungen sehr viel effektiver und effizienter zu machen.

Im?Life-Science-Sektor?sind digitale Gesch?ftsmodelle eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt der Wettbewerbsf?higkeit von L?ndern und Unternehmen in einer globalisierten Welt. Für Bayer nimmt die Digitalisierung eine Schlüsselstellung in der strategischen Ausrichtung der Divisionen ein:

Bayer baut seine F?higkeiten in der?digitalen Landwirtschaft?aus; lokale, datengestützte Informationen sollen den Landwirten helfen, die richtigen Entscheidungen auf dem Feld zu treffen, und ihnen genaue Vorhersagen und konkrete Empfehlungen bieten. Die Digitalisierung verspricht den Landwirten zeitnahe, feldspezifische Informationen für die Auswahl von Saatgutsorten, die Bestimmung idealer Anwendungszeitpunkte und Dosierungen sowie die frühzeitige Identifizierung von Stressfaktoren.

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Auch im?Gesundheitswesen?hat die Digitalisierung die gesamte Wertsch?pfungskette erfasst, angefangen bei der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zur Kundenbeziehung. Bayer setzt sich mit digitalen Konzepten für die Selbstverantwortung in Gesundheitsfragen und die Selbstmedikation der Verbraucher ein und investiert gezielt in die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung.

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Im Zuge der digitalen Revolution?werden Daten und die Entwicklung einer datengestützten Wirtschaft zunehmend als wichtiger Katalysator für wirtschaftliches Wachstum, Innovation, Wettbewerbsf?higkeit und gesellschaftlichen Fortschritt gesehen. Gleichzeitig bringen die neuen Technologien die bestehenden Beziehungen in der Gesellschaft durcheinander, so-dass ein geeigneter rechtlicher Rahmen für sie gefunden werden muss. Ein wichtiges Thema in der politischen Diskussion ist daher auch der dringend notwendige Schutz personenbezogener Daten nach den bestehenden Datenschutzvorschriften. Regierungen diskutieren zudem darüber, wie man nicht perso-nenbezogene Daten Dritten am besten zug?nglich machen kann.

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Position von Bayer

  1. Der?Datenschutz?ist ein ausgesprochen wichtiges Thema für Life-Science-Unternehmen. Gerade für Patientendaten sind h?chste Datenschutzstandards unerl?sslich. Die Vorschriften zur Einverst?ndniserkl?rung von Patienten zur Nutzung ihrer Daten in der medizinischen Forschung sind jedoch h?ufig zu streng formuliert. Zusammen mit vielen führenden Organisationen in der Gesundheitsforschung unterstützt Bayer ein breites Konzept der Patienteneinwilligung, das z. B. eine künftige Datenaggregation erm?glicht. Ein zu eng definierter Schutz personenbezogener Daten k?nnte zudem den gesundheitspolitischen Zielen in diesem vielversprechenden Bereich zuwiderlaufen. Daneben ist auch die Weiterentwicklung von Standards für die Datenanonymisierung wichtig.
  2. Der Austausch?nicht personenbezogener Daten?ist eine wichtige Voraussetzung dafür, das Potenzial einer datengestützten Wirtschaft heben zu k?nnen. Dabei dürfen jedoch keine Abstriche bei den gewerblichen Schutzrechten oder Gesch?ftsgeheimnissen gemacht werden. Besitzer gr??erer Datens?tze erteilen z. B. h?ufig Dritten Zugangs- oder Nutzungsrechte, um die Forschung und Entwicklung schneller voranzubringen. Bayer unterstützt ein solches Vorgehen, solange die Freiwilligkeit und die Vertragsfreiheit gewahrt bleiben und alle Beteiligten davon profitieren. Das Digital-Farming-Gesch?ft von Bayer arbeitet beispielsweise mit vielen Organisationen, die Daten austauschen, um die Forschung und Entwicklung neuer Technologien zu f?rdern.
  3. Die übertragbarkeit, Kompatibilit?t?und?Standardisierung von Daten?sollte durch gemeinsame Industriestandards gef?rdert werden und nicht durch gesetzliche Vorschriften, um eine optimale Nutzung der Daten sicherzustellen.
  4. Eine wichtige Erfolgsvoraussetzung für eine datengestützte Wirtschaft ist ein zuverl?ssiger Datenfluss, damit neue datenbasierte Innovationen auf den Markt gebracht werden k?nnen. Bayer unterstützt den grenzüberschreitenden freien Datenverkehr und lehnt überflüssige Vorschriften für die Datenlokalisierung ab.

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Finanzpolitik für die Realwirtschaft

Thema

Seit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 wurden auf internationaler Ebene Anstrengungen unternommen, den Hauptursachen auf den Grund zu gehen und geeignete L?sungen zu entwickeln, um einer vergleichbaren Krise in Zukunft vorzubeugen.

Die Gruppe der 20 (G20), in der die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenl?nder zusammenkommen, will das globale Finanzsystem st?rken und die Aufsicht und Regulierung der Finanzmarktakteure verbessern.

Die Koordination der G20 beruht auf Empfehlungen zur a) Verst?rkung von Transparenz und Rechenschaftspflicht; b) Verbesserung der Regulierung; c) F?rderung der Funktionsweise von Finanzm?rkten; d) Verst?rkung der internationalen Zusammenarbeit und e) Reformierung der internationalen Finanzinstitutionen. Für die Umsetzung sind jedoch die einzelnen L?nder verantwortlich.

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Darüber hinaus nehmen auch andere Institutionen wie die Weltbank, der Internationale W?hrungsfonds oder der Basler Ausschuss (in dem die Zentralbanken und Bankaufsichtsbeh?rden vertreten sind) Einfluss auf die Regeln für die Risikoüberwachung und die Kapitalanforderungen für Banken.

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In diesem Zusammenhang wird es für die Realwirtschaft – Nichtfinanzunternehmen, die Finanzdienstleistungen nutzen – immer wichtiger, sich Geh?r zu verschaffen. Unternehmen der Realwirtschaft haben sich für strengere Kapitalanforderungen und erg?nzende Ma?nahmen eingesetzt, um m?gliche Bankenpleiten infolge der Krise zu verhindern. Bestimmte Regelungen und weitere geplante Regeln, die für mehr Finanzstabilit?t sorgen sollen, k?nnten jedoch unbeabsichtigte Folgen für die Realwirtschaft haben. Daher ist es?wichtig, zwischen Finanz- und Nichtfinanzunternehmen zu unterscheiden, um die konkreten Auswirkungen des neuen Regelwerks zu verstehen. Für Nichtfinanzunternehmen sollten daher nach M?glichkeit Ausnahmen und Sonderregelungen gelten.

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Position von Bayer

Bayer ist auf?stabile Finanzsysteme?angewiesen, da die Darlehenskapazit?t der Finanzinstitute wichtig für die Finanzierung der Investitionsaktivit?ten der Realwirtschaft ist. Die Basler Vereinbarungen sollen für eine ausreichende Kapitalausstattung der Banken sorgen, um künftige Bankenzusammenbrüche zu vermeiden. Eine h?here Kapitalausstattung kann die Kreditvergabe indirekt bremsen, worunter wiederum das Wirtschaftswachstum leiden k?nnte. Bayer fordert deshalb, dass die gesamtwirtschaftlichen Folgen, d. h. nicht nur die Folgen für den Finanzsektor, genauer geprüft werden, bevor strengere globale Standards in diesem Bereich eingeführt werden.

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  1. Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland unterstützt Bayer den Einsatz für einen?st?rkeren Kapitalmarkt?in Europa. Vorschl?ge zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer und Versuche, Nichtfinanzunternehmen st?rker in die Finanzmarktregulierung einzubeziehen, k?nnten die Entwicklung einer europ?ischen Kapitalmarktunion behindern.
  2. Bei der Regulierung von Finanzsystemen muss zwischen Finanz- und Nichtfinanzunternehmen unterschieden werden. Nichtfinanzunternehmen nutzen h?ufig?Derivate, um sich gegen Gesch?ftsrisiken abzusichern. Der Einsatz von Derivaten zu diesem Zweck ist – anders als bei der spekulativen Nutzung – von strategischer Bedeutung und erh?ht die Belastbarkeit des Finanzsystems. Für Unternehmen der Realwirtschaft dürfen daher nicht dieselben Pflichten wie für Finanzinstitute gelten, etwa bezogen auf ein zentrales Clearing oder Berichtspflichten, die die Unternehmen entscheidend davon abhalten würden, Derivate zur Absicherung zu nutzen.

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?Gender-Balance“ und kulturelle Vielfalt: Gut für das Unternehmen

Thema

Frauen sind in Führungspositionen noch immer unterrepr?sentiert. In vielen L?ndern und auch in der Europ?ischen Union wird deshalb darüber diskutiert, wie mehr Frauen in Führungspositionen gebracht werden k?nnen – beispielsweise durch eine gesetzliche Quote. In Deutschland wurde zum Beispiel im Frühjahr 2015 eine Frauenquote für Aufsichtsr?te beschlossen, die ab 2016 sukzessive umgesetzt wird.

Es geht aber nicht nur um ?Gender-Balance“, also um ein ausgewogeneres Geschlechterverh?ltnis, sondern auch um kulturelle Vielfalt. Beides ist wichtig: Frauen stellen heute bereits 60 Prozent aller Hochschulabg?nger weltweit, und 65 Prozent aller Kaufentscheidungen werden ma?geblich von Frauen beeinflusst. In zehn Jahren wird die H?lfte der weltweiten Verbraucher aus den heutigen Entwicklungsl?ndern stammen – und in fünf Jahren vier von zehn Universit?tsabsolventen aus China und Indien.
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Position von Bayer

  1. Seit Ende 2010 arbeiten wir bei Bayer intensiv daran, die Ausgewogenheit der Kulturen und Geschlechter in unserer Führungsmannschaft zu verbessern.
  2. Wir st?rken damit unsere Wettbewerbsf?higkeit und f?rdern entscheidende Erfolgsfaktoren:
    • Kulturelle Vielfalt und ein ausgewogenes Verh?ltnis von M?nnern und Frauen st?rken die Innovationskraft unserer Teams.
    • Wir wollen das gesamte Potenzial nutzen, das die M?nner und Frauen unterschiedlicher Nationalit?ten in unserem Unternehmen bieten. Dasselbe gilt im Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs.
    • Wir müssen unsere weltweiten Kunden in ihrer gesamten Vielfalt verstehen und wollen diese Vielfalt auch in den Entscheidungsprozessen unseres Unternehmens verankern.
  3. Wir unterstützen unsere Führungskr?fte dabei, Mitarbeiter geschlechts- und kulturübergreifend optimal zu rekrutieren und zu halten, zu f?rdern und zu bef?rdern. Den damit verbundenen Lernprozess unterstützen wir in Seminaren. Unser oberstes Management verantwortet den Prozess und treibt ihn voran.
  4. Wir haben ehrgeizige Ziele, und wir machen gute Fortschritte. Deshalb sehen wir auch die Quotendiskussion gelassen. Wir sind aus eigener überzeugung auf einem guten Weg.
  5. Bis Ende 2017 haben wir den Frauenanteil im oberen Management konzernweit auf rund 32 Prozent gesteigert. Bis 2020 m?chten wir diesen Anteil auf 35 Prozent erh?hen.
  6. Insgesamt sind im Bayer-Konzern Menschen aus rund 145 Nationen besch?ftigt. Was die kulturelle Ausgewogenheit im oberen Management angeht: Rund 21 Prozent der Führungskr?fte stammen aus L?ndern au?erhalb von Westeuropa, den USA oder Kanada. Diesen Anteil m?chten wir bis 2020 auf 25 Prozent anheben.

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Genom-Editierung: Wissenschaft und Risikobewertung als Grundlage für gesetzliche Regelungen

Thema

Die bahnbrechenden Entwicklungen in den Verfahren der?Genom-Editierung?stellen für die Biowissenschaften einen erheblichen Fortschritt dar. Sie bergen ein enormes Nutzenpotenzial für Human- und Tiertherapeutika, für die Züchtung von Pflanzensorten mit neuen Merkmalen und für die Entwicklung neuer biologischer Mittel zur Bek?mpfung von Sch?dlingen und Krankheiten. Gesellschaftlich gesehen k?nnen sie sozio?konomische und umweltrelevante Vorteile bringen. Andererseits stellen diese Durchbrüche die derzeitige rechtliche Situation infrage. Sie geben Anlass zu politischen Diskussionen und haben damit das Potenzial, die ?ffentliche Meinung zu spalten.

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Als führendes Life-Science-Unternehmen nimmt Bayer bei diesen Fortschritten eine federführende Rolle ein und leistet einen wichtigen Beitrag zu den gesellschaftlichen Debatten, an denen Experten und Gesch?ftsführung des Unternehmens und das?Leaps by Bayer?sich beteiligen – insbesondere, wenn es um m?gliche Anwendungen von Genom-Editierungs-Technologien als zukünftige Therapeutika geht. Wir haben Zugang zu Genom-Editierungs-Technologien und nutzen sie in der Humanforschung, Pflanzen- und Tierwissenschaften sowie der Erforschung von Mikroorganismen.

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Die Bayer-Forschung in der Genom-Editierung zielt darauf ab, DNA auf pr?zise, effiziente und verantwortliche Weise zu ver?ndern. Zielgerichtete Verfahren mit Einsatz von Genscheren erm?glichen es, DNA zu schneiden, zu editieren, zu reparieren und Abschnitte zur DNA hinzuzufügen. Bislang stehen mehrere Methoden wie CRISPR/Cas9, Zink-Finger-Nukleasen und TALENs zur Verfügung. Darüber hinaus bieten andere ?hnliche Technologien vielf?ltige M?glichkeiten, beispielsweise Entfernen oder Einfügen von Genen oder Nukleotiden und Aktivieren oder Ausschalten einzelner Gene.

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Die letzten Entwicklungen auf dem Gebiet der Genom-Editierung bedeuten neue Chancen für zukünftige Anwendungen als Therapeutika zur Heilung bestimmter Krankheiten und sind als echter Durchbruch zu betrachten. Hat man in Bezug auf die Pflanzenwissenschaften bereits zahlreiche Fragen er?rtert, so stehen die Debatten über Genom-Editierung beim Menschen gerade erst am Anfang. Insofern sind für Produkte der Genom-Editierung bei Anwendung am Menschen neue juristische Rahmenbedingungen erforderlich.

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Position von Bayer

  1. Produkte der Genom-Editierung werden nicht nur Vorteile, sondern auch potenzielle Risiken mit sich bringen. Diese gilt es zu verstehen und zu steuern. Daher sind Risiken?auf wissenschaftlicher Grundlage zu bewerten?und dann abzuwehren oder zu vermeiden. Beim?Risikomanagement?sollte aber stets der Nutzen der jeweiligen Produkte berücksichtigt werden.
  2. Gemeinsam mit führenden Wissenschaftlern befürwortet Bayer eine angemessene Gesetzgebung für die Genom-Editierung bei Pflanzen, die das?Produkt der Pflanzenzüchtung?und nicht nur den technischen Prozess der Züchtung/Produktion betrachtet.
  3. Bayer vertritt die Position,?die menschliche Keimbahn nicht zu ver?ndern, und unterstützt ein diesbezügliches Moratorium von Wissenschaftlern aus dem Jahr 2015. Ver?nderungen am Erbgut gelten als Grenze, die nicht überschritten werden darf. Nicht die Keimbahn betreffende DNA-Ver?nderungen beim Menschen sind heute schon aus ethischer Sicht als therapeutische Optionen zur Heilung von Krankheiten gerechtfertigt, da sie nicht an Nachkommen vererbt werden.
  4. Viele Fragen sind jedoch noch offen: Wie wird beispielsweise die Sicherheit neuer Therapieformen gemessen? Wie wird der Zugang zu diesen neuen Behandlungsm?glichkeiten organisiert und wie werden die Kosten gerecht verteilt? Damit wird sich die Gesellschaft in den kommenden Jahren befassen müssen. Es wird von entscheidender Bedeutung zu sein, geistiges Eigentum entsprechend einzuordnen und die Tauglichkeit von Gesundheitstechnologiebewertungen zu bestimmen. Insofern ruft Bayer zu einer?gesellschaftlichen Debatte?darüber auf, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Genom-Editierung im Hinblick auf Innovationsf?higkeit zu gestalten sind.

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Gesetzgebung und Politik: Entscheidend sind die Rolle der Wissenschaft und Transparenz

Thema

Bevor ein Produkt von Bayer auf den Markt und damit zum Verbraucher gelangt, muss es eine ganze Reihe von Vorschriften zur Sicherheit und Wirksamkeit erfüllen. In klinischen Studien werden die Wirksamkeit und das Nutzen-Risiko-Profil von Arzneimitteln und Consumer-Health-Produkten ermittelt. Die Verschreibung und Anwendung von Medikamenten liegen überwiegend in den H?nden von ?rzten und Apothekern. Pflanzenschutzmittel werden in wissenschaftlichen Toxikologiestudien gründlich getestet und ihre Anwendung unterliegt strengen Grenzwerten und einer sorgf?ltigen Kontrolle. Einige Bayer-Produkte sind frei verk?uflich, für andere dagegen gilt eine staatlich vorgeschriebene Preisbindung.



Bayer unterstützt die Regulierung und die damit verbundenen Gesetze, sofern sie dem Schutz der Gesundheit und der Umwelt dienen. Politiker sehen sich jedoch Zielkonflikten ausgesetzt, zum Beispiel Gesundheitsschutz und Umweltschutz, Innovationsf?higkeit, Wettbewerbsf?higkeit, Mitarbeiterrechte und gesellschaftliches Wohl.



Politiker müssen ausgehend von ihren eigenen Werten und politischen Ansichten zwischen einer Vielzahl politischer Ziele abw?gen. Die Gesetzgebungsverfahren sind dadurch deutlich komplexer geworden. Sie müssen neue Ideen entwickeln, um diese Komplexit?t transparent und zuverl?ssig in überschaubare, gesetzgeberische Optionen umzumünzen.

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Es gibt viele Beispiele für einen neuen Handlungsma?stab: Die EU hat eine Agenda für bessere Rechtsetzung angenommen und die USA haben ihr Verfahren zur ?ffentlichen Bekanntmachung und Stellungnahme weiter vorangebracht. Folgenabsch?tzungen geh?ren mittlerweile fast schon zum Standard und in einer Reihe von L?ndern wurden auch bereits neue Prozesse für die wissenschaftliche Beratung und Risikobewertungen eingeführt.

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Versuche, Gesetze und Vorschriften berechenbarer, transparenter, wissenschaftsbasierter und innovationsfreundlicher zu gestalten, sollten jedoch systematischer erfolgen und nicht willkürlich.

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Position von Bayer

Bayer unterstützt eine starke und vernünftige gesetzgeberische und beh?rdliche Kontrolle seiner Branchen, vor allem bezogen auf den Gesundheits- und Umweltschutz, soweit die Innovationst?tigkeit dadurch nicht ausgebremst wird. Wir halten vier Bereiche für besonders wichtig, um den Gesetzgebungsprozess zu verbessern:

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  1. Bayer spricht sich für neue Formen der Entscheidungsfindung aus, wie man sie etwa in den Empfehlungen der OECD zur besseren Rechtsetzung findet. Bayer h?lt es für ausgesprochen wichtig, die?Qualit?t und Rechenschaftspflicht der Politiker und Gesetzgeber?zu verbessern. Wir halten eine frühzeitige und transparentere Folgenabsch?tzung, die Beitr?ge von Stakeholdern berücksichtigt, für sehr wichtig.
  2. Bayer unterstützt eine?wissenschaftsbasierte Entscheidungsfindung. Wissenschaftliche Belege sollten auf einem akademischen Konsens beruhen. Damit Rechtsvorschriften nach den besten wissenschaftlichen Erkenntnissen vorbereitet und verabschiedet werden, sollten institutionalisierte Mechanismen geschaffen werden, die die Regierungen zu den Optionen und deren Folgen aus wissenschaftlicher Sicht beraten. Eine Institution, die solche Empfehlungen erteilt, sollte für die Qualit?t der wissenschaftlichen Erkenntnisse verantwortlich sein, die zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.
  3. Bayer fordert die Anwendung eines?Innovationsprinzips, um die Folgen von Gesetzesentwürfen für die Innovationst?tigkeit systematisch abzusch?tzen. Dieser Grundsatz würde das Vorsorgeprinzip erg?nzen, indem es für die n?tige Vorsorge sorgt, gleichzeitig aber auch Innovation f?rdert.
  4. Bayer setzt sich für mehr?Transparenz in den Gesetzgebungsverfahren?ein. Regierungsstellen sollten beispielsweise ihre Gesetzesvorschl?ge offenlegen. Bayer will Transparenz schaffen und arbeitet daran, regulatorische Daten online zu stellen, unter der Bedingung, dass geistiges Ei-gentum nicht gegenüber Wettbewerbern offengelegt wird.

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Globale Gesundheitspriorit?ten der neuen Strategie der Bundesregierung zu Globaler Gesundheit

Leistungsstarke und zukunftsorientierte Gesundheitssysteme sind essentiell – für das Wohlergehen jedes einzelnen und für unsere Gesellschaft, für Wirtschaftswachstum und für Entwicklung. Forschende Pharmaunternehmen k?nnen dazu mit innovativen Arzneimitteln beitragen. Bayer bietet als innovatives Life-Science-Unternehmen ein umfassendes One-Health-Konzept einschlie?lich Gesundheitsversorgung und Ern?hrung. Damit hilft das Unternehmen dabei, wichtige Ziele der Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (United Nations Sustainable Development Goals, UN SDG) zu erreichen, die 2015 als globale ?Agenda 2030“ definiert wurden, um globale Herausforderungen wie Armut und Hunger zu bew?ltigen.


In diesem Zusammenhang erarbeitet die Bundesregierung Deutschlands derzeit eine Strategie zu Globaler Gesundheit, zu der auch Nichtregierungsorganisationen und private Akteure beitragen sollen. Bayer begrü?t diesen Ansatz, wirkte am?Positionspapier der Wirtschaft?mit und ist offen für einen Dialog. Wir bei Bayer sind der Ansicht, dass alle – staatliche und nicht-staatliche Akteure – einen wichtigen Beitrag leisten und am besten durch gemeinsame Anstregungen die globalen Gesundheitsziele erreichen, die insbesondere in dem?UN-SDG 3??Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gew?hrleisten und ihr Wohlergehen f?rdern“ formuliert werden.

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Die Herausforderung: Die weltweite Krankheitsbelastung ver?ndert sich

Internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen konzentrieren sich derzeit am st?rksten darauf, übertragbare vernachl?ssigte Tropenkrankheiten (NTD) zu bek?mpfen, um der aktuellen Krankheitslast der L?nder mit mittlerem und niedrigem Einkommen entgegenzuwirken. Auch wenn dies wichtig ist, so stellt der weltweite Anstieg nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) eine besondere Herausforderung dar. Laut der OECD verursachen die bedeutendsten NCD-Gruppen zusammen ungef?hr 60 Prozent der Gesundheitsausgaben1. Auf globaler Ebene entfielen 2016 über 70 Prozent aller Todesf?lle auf NCD: 44 Prozent auf Herzkreislauferkrankungen, 22 Prozent auf Krebserkrankungen und 9 Prozent auf Lungenerkrankungen. Dabei steigen die F?lle von NCD überproportional in den L?ndern mit mittlerem und niedrigem Einkommen an2. Innovative Methoden zur Behandlung von onkologischen und kardiovaskul?ren Erkrankungen sind notwendig, um eine allgemeine Gesundheitsversorgung (Universal Health Coverage, UHC) sicherstellen zu k?nnen.

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Welche Themen sollten strategische Priorit?ten darstellen?

Bayer unterstützt eine starke und vernünftige gesetzgeberische und beh?rdliche Kontrolle seiner Branchen, vor allem bezogen auf den Gesundheits- und Umweltschutz, soweit die Innovationst?tigkeit dadurch nicht ausgebremst wird. Wir halten vier Bereiche für besonders wichtig, um den Gesetzgebungsprozess zu verbessern:

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  1. Allgemeine Gesundheitsversorgung – UHC:?Die Regierungen sollten die allgemeine Gesundheitsversorgung wie im SDG 3.8 dargelegt f?rdern und sicherstellen, dass die Behandlung von NCD (SDG 3.4) ein integraler Bestandteil der allgemeinen Gesundheitsversorgung ist. Vorbeugung, Behandlung und Kostenübernahme – auch für innovative Arzneimittel – sollten gef?rdert und weltweit nicht nur für NTD garantiert werden. Auch Behandlungen für Krebs-, Herzkreislauf-, Atemwegs- und psychische Erkrankungen sollte UHC umfassen. Au?erdem st?rkt die eigenverantwortliche t?gliche Gesundheitsvorsorge durch Entscheidungen in den Bereichen Bewegung, Ern?hrung, Hygiene und Selbstmedikation die Nachhaltigkeit globaler Gesundheitssysteme.
  2. Bedeutung innovativer Arzneimittel und NCD:?Die Regierungen sollten sich für innovative L?sungen zur Behandlung von NCD einsetzen.. Sie sollten die Bedeutung innovativer Arzneimittel bewerben, Innovation durch die Finanzierung von Forschungsvorhaben f?rdern und innovationsfreundliche Rechtsgrundlagen schaffen. Ein st?rkerer Schutz geistigen Eigentums kann mit einem besseren Zugang zu Arzneimitteln Hand in Hand gehen, wenn Gesundheitssysteme gest?rkt werden. Innovative Arzneimittel k?nnen dazu beitragen, leistungsf?hige Gesundheitssysteme aufzubauen, wenn ihr Wert ganzheitlich betrachtet wird.
  3. Digitalisierung und künstliche Intelligenz:?Die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung tr?gt zu wirksamerer und patientenorientierter Behandlung bei. Au?erdem k?nnen digitale L?sungen bei der Analyse von Gesundheitssystemen helfen. Ressourcen für innovative Gesundheitsl?sungen k?nnen dadurch freigesetzt werden. Dies bringtVorteile für Patienten, Gesundheitssysteme und die Gesellschaft. Dazu ist ein innovationsfreundlicher Rechtsrahmen notwendig, der den Besonderheiten digitaler Anwendungen und Systeme ausreichend Rechnung tr?gt.
  4. One Health:?Voraussetzung für Gesundheit ist eine angemessene Ern?hrung. Deshalb sollten sich Regierungen im Rahmen von SDG 2 für die Akzeptanz von Technologien und neue Wege im Kampf gegen Hunger und Mangelern?hrung einsetzen. Dabei sollten die Interessen aller Akteure entlang der Produktionskette berücksichtigt werden, auch die der Kleinbauern in l?ndlichen Gebieten.

1??https://www.oecd.org/health/Expenditure-by-disease-age-and-gender-FOCUS-April2016.pdf

2??https://www.who.int/gho/ncd/mortality_morbidity/en/

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Handelspolitik

Thema

Bayer ist ein multinationales Unternehmen mit deutschen Wurzeln, das in über 87 L?ndern vertreten ist. Der Handel ist eine Grundvoraussetzung für unseren Gesch?ftserfolg. Die weltweiten Handelsstr?me von Bayer beliefen sich 2016 auf rund 18,5 Mrd. Euro. Die Gesch?ftst?tigkeit des Unternehmens beruht auf einer komplexen Wertsch?pfungskette mit einer Vielzahl von Forschungs- und Entwicklungsstandorten, geografisch verstreuten Produktionsstandorten und überwiegend nationalen Regelwerken.


Der zunehmende Freihandel in den letzten Jahrzehnten kam nicht nur der Wirtschaft zugute, sondern auch den Bürgern. Viel mehr Menschen waren dank besserer Handelsbedingungen in der Lage, an der globalen Wirtschaft teilzuhaben. Das dadurch angekurbelte Wirtschaftswachstum hat die Lebensbedingungen der Menschen verbessert. Laut den Vereinten Nationen sind Hunger, Armut, Kindersterblichkeit und Analphabetismus in den vergangenen Jahrzehnten gesunken.


Nicht-tarif?re Hemmnisse behindern den Handel. Dabei handelt es sich zwar oft nicht um protektionistische Ma?nahmen im eigentlichen Sinn, sie k?nnen aber de facto dazu führen, dass M?rkte abgeriegelt werden. Laut der WTO hat sich die Zahl der Handelsbeschr?nkungen im Zeitraum 2010 bis 2016 von 546 auf 2.835 erh?ht. Nicht eingerechnet sind gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Ma?nahmen sowie technische Handelshemmnisse, von denen bis Ende 2016 35.266 gemeldet wurden.

Solche Beschr?nkungen belasten die Handelsbeziehungen von Bayer; gleichzeitig erschweren sie den Zugriff von Patienten und Verbrauchern auf Bayer-Produkte.
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Position von Bayer

  1. Bayer tritt ein für ein?transparentes, regelbasiertes Handelssystem, das vorzugsweise global durch internationale Institutionen wie die WTO geregelt wird. Ein solches System muss demokra-tisch kontrollierbar und effizient sein, um protek-tionistische Ma?nahmen so effektiv wie m?glich auszur?umen.
  2. Bayer setzt sich für Handelserleichterungen ein, um eine effiziente Funktionsweise seiner Wert-sch?pfungs- und Lieferketten sicherzustellen. Zollbestimmungen, Ursprungsregeln und Exportsubventionen sind Beispiele für Vorschriften, die den Handel beherrschen und ihn bei allzu gro?en Unterschieden deutlich erschweren. Es ist daher im Interesse der Wirtschaft, ein?einfaches, harmonisiertes System von Handelserleichterungen?zu erreichen.
  3. Bayer fordert eine Verbesserung der?regulatorischen Zusammenarbeit und Koh?renz. Nicht-tarif?re Hemmnisse behindern den Freihandel, vor allem in einem stark regulierten Bereich wie den Life Sciences. Bayer h?lt sich an internationale und nationale Standards und spricht sich für den Abbau nicht-tarif?rer Handelshemmnisse aus.
  4. Bayer ist ein innovationsgetriebenes Unternehmen, das sehr viel in die F&E investiert. Der Wert seiner Produkte h?ngt von gewerblichen Schutzrechten ab. Diese sind n?tig, um zu verhindern, dass Produkte von konkurrierenden Unternehmen nachgeahmt werden. Um in einem bestimmten Markt Fu? zu fassen, ist es deshalb wichtig, Ma?nahmen zur Sicherung der F&E-Investitionen zu treffen. Bayer tritt ein für hohe?Standards im gewerblichen Rechtsschutz und Investitionsschutz, die international aufeinander abgestimmt sein sollten.
  5. Bayer unterstützt Entwicklungen, die die Integration nationaler M?rkte schrittweise gestalten, wie etwa den vorgeschlagenen?multilateralen Investitionsgerichtshof. Die richtige Abw?gung zwischen den Rechten von Investoren und Staaten hilft Auslandsinvestitionen transparent und gesetzeskonform zu sichern.

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Innovationspolitik: Life-Science-Innovationen für ein besseres Leben

Thema

Eine zentrale Rolle bei Bayer spielen Innovationen. Sie sind ein entscheidender Faktor für unsere Gesch?ftsentscheidungen als Life-Science-Unternehmen. Das Unternehmen besch?ftigt mehr als 16.000 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung (F&E) und gibt 5,3 Mrd. € für F&E aus (2019). Bayer verfolgt eine Open-Innovation-Strategie mit zahlreichen Partnern von Hochschulen bis hin zu Startups.

Wissenschaft, Forschung und Entwicklung sind von gro?er Bedeutung für die Wirtschaft eines Landes. Der Umsetzung von Forschungsergebnissen in Produkte wird weit weniger Beachtung geschenkt, obwohl sich gerade hier die Wertsch?pfung aus der F&E vollzieht. Der wichtige Schritt der Kommerzialisierung unterscheidet die Innovation von der Forschung.

Innovation kann auf viele Hürden treffen. Dazu z?hlen Vorschriften, die Biotechnologieprodukte benachteiligen, die Ablehnung von Arzneimittelpatenten oder Pflanzeninnovationen oder die zu sp?te Registrierung von Consumer-Care-Produkten. Diese Hürden sind in der Regel nicht speziell darauf ausgelegt, die Innovation zu bremsen. In Kombination mit anderen Hürden k?nnen sie jedoch eine gef?hrliche Bremswirkung entfalten.


In einigen L?ndern fehlt es an den Grundvoraussetzungen für Forschung und Innovation, wie etwa einen Zugang zu F&E, Personal oder Kapital. Bisweilen reicht der vorhandene gewerbliche Rechtsschutz nicht aus, um Innovationsanreize zu setzen. Andernorts besteht eine unüberbrückbare Kluft zwischen Forschung und Kommerzialisierung. Es kann vieles schieflaufen, allen Problemen aber ist die Tatsache gemein, dass es h?ufig an koh?renten innovationsf?rdernden Rahmenbedingungen fehlt.


Innovation funktioniert am besten, wenn verschiedene Akteure in einem Innovations?kosystem zusammenkommen: gro?e Unternehmen, Startups, Lieferanten, Kunden, Universit?ten, Forschungsinstitute und andere.

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Position von Bayer

Bayer setzt sich für?gesetzliche Rahmenbedingungen?ein, die die?Innovation?f?rdern. Diese k?nnen zwar je nach den ?rtlichen Gegebenheiten unterschiedlich ausgestaltet sein, sie schaffen aber grunds?tzlich die notwendigen Voraussetzungen für eine erstklassige F&E, geeignete Anreize für die Kommerzialisierung und ein Regelwerk, das eine langfristige strategische Innovationsplanung erlaubt.

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  1. Bayer fordert die Einführung eines?Innovationsprinzips, um die Folgen neuer Gesetzesvorschriften auf die Innovationst?tigkeit zu prüfen. Ein solches Prinzip würde Innovationen mit anderen politischen überlegungen gleichstellen. Es k?nnte dazu beitragen, die Bedingungen für Forschung und Innovation zu verbessern und unn?tige Belastungen durch die Regulierung zu vermeiden.
  2. Bayer spricht sich auch für Innovationsf?rderung durch die?Kooperation zwischen wichtigen Stakeholdern?aus: Industrie, Hochschulen, Startups, Gesellschaft, Politik, Bürger – alle sind n?tig, um ein dynamisches und produktives Innovations?kosystem zu schaffen. Dies sollte von der Politik aktiv gef?rdert und erleichtert werden.
  3. Bayer fordert die Umsetzung?einer koh?renten Innovationspolitik, um Innovation zu f?rdern: eine solide MINT-Bildung (Mathematik, Ingenieur-wissenschaften, Naturwissenschaften, Technik), Anreize für F&E, bspw. durch Steuervergünstigungen, einen starken gewerblichen Rechtsschutz und Forschungsprogramme, die die internationale Zusammenarbeit und den Austausch von Industrie und Wissenschaft f?rdern.
  4. Um ein zuverl?ssiges Innovations?kosystem zu schaffen, sollten?politische Entscheidungen wissenschaftsbasiert?sein. Die Wissenschaft kann keine Entscheidungen diktieren, sie kann die Entscheidungstr?ger nur informieren. Sie kann verschiedene, realistische Politikoptionen vortragen und die jeweiligen Folgen verdeutlichen.

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Unsere Standpunkte zu Klimaschutz in Industrie und Landwirtschaft

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Auf einen Blick

  • Bayer unterstützt den Klimaschutz und leistet seinen Anteil, die globale Erderw?rmung auf 1,5° C entsprechend den Zielen des Pariser Abkommens zu begrenzen. Wir haben uns der weltweit führenden Science Based Targets-Initiative angeschlossen und uns ein Netto-Null- Ziel für 2050 einschlie?lich unserer Lieferkette gesetzt.
  • Darüber hinaus will Bayer bis 2030 seine eigenen Standorte klimaneutral stellen und dazu beitragen, die Treibhausgas-Emissionen in gro?en Agrarm?rkten – pro Kilogramm Ernteertrag – um 30% zu reduzieren.
  • Ab 2021 werden 20% der konzernweiten quantitativen Ziele, zu denen auch die Klimaschutzziele geh?ren, für die Bestimmung der langfristigen variablen Vergütung des Vorstands und der oberen Führungskr?fte herangezogen. Für alle Mitarbeiter ist Nachhaltigkeit bereits jetzt ein fester Bestandteil der j?hrlichen variablen Vergütung.
  • Die Transformation f?rdert die Entwicklung neuer Technologien, Gesch?ftsmodelle und Gesch?ftsabl?ufe in Industrie und Landwirtschaft. Innovationen für den Klimaschutz sollten dabei alle vielversprechenden Technologien einschlie?en.
  • Bayer unterstützt regulatorische Rahmenbedingungen und politische Initiativen, die innovative CO2-arme und CO2-neutrale Produkte, Prozesse und Gesch?ftsmodelle f?rdern und zugleich die Wettbewerbsf?higkeit der Industrie st?rken.

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Der Klimawandel ist eine der dr?ngendsten globalen Herausforderungen. Ohne geeignete Gegenma?nahmen werden die Temperaturen weltweit um deutlich mehr als 2°C steigen. Das gef?hrdet die ?kosysteme unserer Erde und bedroht die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze. Die Versorgung einer wachsenden Weltbev?lkerung mit Nahrungsmitteln w?re gef?hrdet. Treibhausgas- Emissionen (THG-Emissionen) bei Bayer stammen gr??tenteils aus der Verbrennung von Prim?renergietr?gern wie Gas und ?l. Diese dienen der Erzeugung von Strom, Dampf und Hilfsenergien (wie W?rme und K?lte) für die Herstellung unserer Produkte. Im Jahr 2019 entfielen 3,8 Millionen Tonnen THG-Emissionen (CO2-?quivalente) auf unseren eigenen Betrieb. In unserer Wertsch?pfungskette mit insgesamt 10 Millionen Tonnen entfallen die meisten THG-Emissionen auf zugekaufte Waren und Dienstleistungen.

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Unser Beitrag: Klimaziele und Initiativen von Bayer

Als Life-Science-Unternehmen hat Bayer die Risiken des globalen Klimawandels erkannt. Wir wollen die THG-Emissionen in unserem Unternehmen und entlang unserer gesamten Wertsch?pfungskette im Einklang mit den UN SDGs und dem Pariser Abkommen zur Begrenzung der globalen Erw?rmung auf 1,5 Grad Celsius kontinuierlich reduzieren. Zudem haben wir uns der weltweit führenden Science Based Targets-Initiative angeschlossen.

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Bayer wird sich entlang des 1,5 Grad-Ziels mit einem Science Based Target dekarbonisieren. Hierzu werden wir Energieeffizienzma?nahmen an unseren Standorten umsetzen, wie z.B. effizientere Innen- und Au?enlüftungssysteme, zu klimaneutralen Technologien wechseln, wie z.B. Geothermie zum Heizen und Kühlen, und den zugekauften Strom zu 100% auf erneuerbare Energien umstellen.

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Bayer will seine eigenen Standorte bis 2030 klimaneutral stellen. Die verbleibenden Emissionen werden durch den Erwerb von Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten mit anerkannten Qualit?tsstandards kompensiert. Die Kompensationsprojekte haben einen Bezug zu unserem Gesch?ft und stammen aus Forst- und Landwirtschaftsprojekten.

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Wir wollen die THG-Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertsch?pfungskette durch die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden bis 2029 um mindestens 12,3% im Vergleich zu 2019 reduzieren. Da ein solches Ziel nicht im Alleingang erreicht werden kann, hat sich Bayer mit weiteren Chemieunternehmen zusammengeschlossen, um dies im Rahmen der Initiative ?Together for Sustainability“ gemeinsam voranzubringen. Bayer ist zudem Mitglied der CDP Supply Chain Initiative und steht in direktem Kontakt mit wichtigen Lieferanten.

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Wir wollen dazu beitragen, die THG-Emissionen in gro?en Agrarm?rkten bis 2030 um 30% zu reduzieren. Hierzu unterstützt Bayer die Landwirte bei der Anwendung klimafreundlicher Anwendungen und Technologien, beispielsweise weniger zu pflügen und digitale L?sungen zu nutzen, um weniger Treibhausgas-Emissionen freizusetzen. Wir arbeiten an Methoden, die zur Akzeptanz der Leistungen der Landwirte beitragen und Ver?nderungen hin zu einer klimafreundlichen Landwirtschaft erleichtern und inzentiveren. Wir wollen eine klimaneutrale Zukunft für die Landwirtschaft vorantreiben.

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Bayer setzt sich für eine Netto-Null-Abholzung in seiner Lieferkette ein und wird seine Lizenznehmer dazu anhalten, dasselbe zu tun. Als prominentestes Beispiel werden wir die Einhaltung des brasilianischen Waldkodex in unseren Produktionsfeldern sicherstellen. Wir verpflichten uns, unser Wissen und unsere Technologien einzusetzen, um das Ziel der Wiederherstellung von 12 Millionen Hektar Urwald in Brasilien bis 2030 zu unterstützen. Wir sind uns bewusst, dass Landnutzungs?nderungen einer der gr??ten Verursacher von THG-Emissionen in der Landwirtschaft sind und begrenzt werden müssen, um die Artenvielfalt zu erhalten und THG-Emissionen zu vermeiden.

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Position von Bayer: Klimaschutz in Industrie und Landwirtschaft f?rdern

Bayer unterstützt regulatorische Rahmenbedingungen und politische Initiativen, die innovative CO2-arme und CO2-neutrale Produkte, Prozesse, Gesch?ftsmodelle und Wertsch?pfungsketten f?rdern und zugleich die Wettbewerbsf?higkeit der Industrie st?rken:

  1. Entscheidend ist die Offenheit für innovative Ideen und die Unterstützung von neuen Technologien. Die Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft f?rdert die Entwicklung neuer Technologien, Gesch?ftsmodelle und Gesch?ftsabl?ufe in Industrie und Landwirtschaft. Wir sind davon überzeugt, dass Innovationen für den Klimaschutz alle vielversprechenden Technologien einschlie?en sollten. Dies kann die Belastbarkeit entsprechender Netzwerke st?rken, wenn sie mit einer Vielzahl von Ma?nahmen, Methoden sowie Vor- und Nachteilen sorgf?ltig abgewogen werden.
  2. Ein erfolgreicher Wandel baut auf der Berücksichtigung von gesellschaftlichen, ?kologischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen auf. Entscheidungen über die Nutzung einer Technologie sollten auf einer umfassenden Analyse der sozialen, ?kologischen und ?konomischen Risiken und Vorteile beruhen. Soziale Akzeptanz ist zentral und die Voraussetzung, um sowohl die soziale Inklusion als auch die Wettbewerbsf?higkeit und den zukünftigen Wohlstand zu sichern.
  3. Klimaziele sollten in industrie- und landwirtschaftspolitischen Strategien fest verankert werden, um die Transformation zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft zu unterstützen zugleich die Wettbewerbsf?higkeit zu erhalten. Aktionspl?ne für zus?tzliche Anreizmechanismen für sog. gute Praktiken zur Unterstützung der Klimaziele sind umfassend und weltweit notwendig. L?nderspezifische Ma?nahmen müssen dabei stets im Einklang mit dem WTO-Regelwerk und weiterer internationalen Abkommen stehen.
  4. Erneuerbare Energien sind die Basis für klimaneutrale Produktion. Klimaneutralit?t wird zu einem gro?en Teil durch den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien erreicht. Um die Energiewende voranzutreiben, müssen Regierungen für kostengünstige Alternativen zu fossilen Brennstoffen sorgen, die Versorgungssicherheit von erneuerbaren Energien garantieren und die Verfügbarkeit von ad?quaten Systemen zur Beschaffung erneuerbarer Energien sicherstellen.
  5. In der Landwirtschaft ist eine Zertifizierung nach einem anerkannten Standard zentral, damit Landwirte in der Lage sind, ihre Emissionseinsparungen zu quantifizieren, verifizieren, zertifizieren und als Gutschriften an Unternehmen zu verkaufen, die ihren CO2-Fu?abdruck ausgleichen m?chten. Die Preise für diese hochwertigen Kompensationen sollten so gestaltet sein, dass sie die Kosten für die Implementierung, Verifizierung und Zertifizierung aufwiegen, damit sich die Investition für die Landwirte lohnt.
  6. Wir erkennen an, dass Landnutzungs?nderungen einer der gr??ten Verursacher von THGEmissionen in der Landwirtschaft sind und begrenzt werden müssen, um die biologische Vielfalt zu erhalten und Emissionen zu vermeiden. Wir ermutigen den ?ffentlichen und privaten Sektor zu Investitionen in Innovationen, die eine nachhaltige Intensivierung der Nahrungsmittelproduktion unterstützen. Wir setzen uns für politische Ma?nahmen zur F?rderung von Marktmechanismen ein, die Innovationen erm?glichen, um Chancen für die Verbesserung der ?kosystemvielfalt und den Kohlenstoffabbau durch den verringerten Fl?chenbedarf der Landwirtschaft zu bieten.
  7. Digitale Tools erm?glichen eine nachhaltigere Art der Landwirtschaft. Neue digitale Anwendungen sollten als Werkzeuge akzeptiert werden, die den Klimawandel in der Landwirtschaft abmildern. Angesichts ihres Potenzials sollte die digitale Landwirtschaft einen hohen Stellenwerk in agrarpolitischen Strategien und Initiativen haben. Zu den Voraussetzungen für den Erfolg digitaler Technologien in der Landwirtschaft geh?ren robuste Richtlinien für Datenzugang und Datenschutz, l?ndliche Konnektivit?t sowie Landwirtschafts- und Umweltvorschriften, die die M?glichkeiten digitaler Technologien berücksichtigen.

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Position zum Medikamentenzugang nach klinischen Studien (Post-Clinical-Trial-Access)

Thema

Das Handeln von Bayer orientiert sich an seiner Vision ?Health for all, hunger for none“. Bayer Pharmaceuticals konzentriert sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung spezieller innovativer Arzneimittel, die sowohl für den einzelnen Patienten als auch für die Gesellschaft als Ganzes von erheblichem klinischem Nutzen sind. Klinische Studien sind eine wesentliche Voraussetzung dafür und h?ngen von der Beteiligung von Patienten ab, an denen die Wirksamkeit eines innovativen Medikaments getestet wird. Um sicherzustellen, dass Sicherheit und Wohlbefinden der Patienten stets an erster Stelle stehen, führt Bayer klinische Studien in übereinstimmung mit internationalen Richtlinien, den geltenden nationalen und lokalen Gesetzen und Vorschriften sowie den h?chsten medizinischen, wissenschaftlichen und ethischen Grunds?tzen durch1.

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Durch die Teilnahme an konfirmatorischen klinischen Studien2 leisten Patienten einen enormen Beitrag zur Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente. Vom erfolgreichen Abschluss einer klinischen Studie bis zur Kommerzialisierung des neuen Medikaments3 kann jedoch kritische Zeit verstreichen. In den F?llen, in denen Studienteilnehmer einen klinischen Nutzen erfahren haben, vertritt Bayer die Position, dass ihnen ein kontinuierlicher und kostenloser Zugang gew?hrt werden sollte, um den Zeitraum bis zur Marktverfügbarkeit des Medikaments zu überbrücken.

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Position von Bayer

Zu diesem Zweck hat Bayer diese Position zum Medikamentenzugang nach klinischen Studien (Post-Clinical-Trial-Access) entwickelt, die allgemeine Standards für die Prüfung und Genehmigung von Antr?gen auf weiteren Zugang von Studienteilnehmern zu innovativen Medikamenten bis zu deren Verfügbarkeit auf dem Markt festlegt, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

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  • Ausreichende klinische Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten legen ein günstiges Nutzen/Risiko-Profil für die vorgeschlagene Anwendung nahe?
  • Zugang zum Arzneimittel vor Genehmigung durch die ?rtlichen Beh?rden ist laut den lokalen Gesetzen und Vorschriften, aus denen der Antrag stammt, zul?ssig?
  • Der Patient:
    • leidet an einer schwer behindernden oder lebensbedrohlichen Krankheit oder einem Zustand, die/der durch ein zugelassenes Arzneimittel in dem Land, aus dem der Antrag stammt, nicht zufriedenstellend behandelt werden kann,
    • hat eine angemessene Standardbehandlung ohne Erfolg erhalten, oder es gibt keine Standardbehandlung für den Zustand des Betroffenen und es steht kein zufriedenstellendes alternatives zugelassenes Arzneimittel zur Verfügung,
    • ist nicht zur Teilnahme an einer laufenden klinischen Studie berechtigt oder kann aufgrund geografischer Beschr?nkungen nicht daran teilnehmen.

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Diese Position zum Post-Clinical-Trial-Access von Bayer wird durch spezifische interne SOPs (Standard Operating Procedures) umgesetzt und ist Teil eines gr??eren Ma?nahmenpakets, das Patienten volle Transparenz hinsichtlich ihrer Teilnahme an klinischen Studien von Bayer bieten soll.4

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Pharmazeutische Forschung und Entwicklung sind ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Gesundheitssystems. Durch die Teilnahme an konfirmatorischen klinischen Studien leisten die Patienten einen enormen Beitrag zu diesem Prozess. Post-Clinical-Trial-Access ist ein geeigneter Weg, um rasch die gesundheitlichen Vorteile innovativer Medikamente nutzen zu k?nnen.

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1Diese Richtlinien sind u. a.: Erkl?rung von Helsinki und Erkl?rung des Rats für Internationale Organisationen der medizinischen Wissenschaft (CIOMS); internationale ethische Richtlinien; anwendbare ICH-Richtlinien für die Gute Klinische Praxis (GCP); anwendbare Gesetze und Vorschriften; Bayer-interne Standardarbeitsanweisungen.

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2Best?tigende Studien, oder Phase-3-Studien, werden durchgeführt, um zu best?tigen, dass eine neue Behandlung Menschen hilft, die an der Krankheit oder dem Zustand leiden, für die bzw. für den die Behandlung entwickelt wurde. Die Europ?ische Arzneimittel-Agentur definiert sie als angemessen kontrollierte Studien, in denen die Hypothesen im Voraus dargelegt und bewertet werden (?... adequately controlled trial[s] in which the hypotheses are stated in advance and evaluated“ in ICH Topic E 9 Statistical Principles for Clinical Trials).

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3Für die Zeit vor der Kommerzialisierung wird das Medikament als nicht vermarktetes Prüfpr?parat (Investigational Medicinal Product, IMP) bezeichnet. Der Begriff ?nicht vermarktet“ bedeutet, dass das Prüfpr?parat nicht zugelassen wurde oder der Verkauf des Prüfpr?parats noch nicht vollst?ndig angelaufen ist (z. B. aufgrund laufender lokaler Vergütungsverhandlungen) oder dass das Prüfpr?parat in dem jeweiligen Land zwar zugelassen, aber nicht vermarktet werden darf oder dass das Pr?parat in dem Land, aus dem der Antrag stammt, eingestellt oder vom Markt genommen wurde.

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4 Weitere Informationen für Patienten zum Thema klinische Prüfungen bei Bayer finden Sie unter:?https://de.clinicaltrials.bayer.com/transparency-policy

Schutz geistigen Eigentums: Entscheidende Voraussetzung für Life-Science-Innovationen?

Bayer ist ein forschungsorientiertes Unternehmen, das sich der Innovation in den Life Sciences verschrieben hat. Die Gesellschaft profitiert von Innovationen, die helfen, Krankheiten vorzubeugen, zu lindern und zu behandeln, und die die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln, Futtermitteln und pflanzlichen Rohstoffen sichern.

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Wir setzen uns für Forschung auf Spitzenniveau, modernste Technologien und hochentwickelte Innovationen als zentrale Elemente unserer Leitlinien in Verbindung mit Gesundheit, Nahrungsmittelversorgung und Nachhaltigkeit ein. Sowohl Innovationen als auch Nachhaltigkeit sind für die Verwirklichung unserer Vision ?Health for all, hunger for none“ unabdingbar.

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Zu diesem Zweck fordert Bayer einen effizienten und ausgewogenen Schutz geistigen Eigentums. Steigende Forschungs- und Entwicklungskosten sowie lange Entwicklungszeiten machen den effizienten Schutz von geistigem Eigentum notwendig. Ebenso ist die Industrie infolge der Dauer und Komplexit?t von Innovationsprozessen auf eine gewisse Zuverl?ssigkeit gewerblicher Schutzrechte und deren Durchsetzung angewiesen, damit sie in weitere Forschung und Innovation reinvestieren kann.

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Gewerbliche Schutzrechte einschlie?lich Patenten, Gesch?ftsgeheimnissen, Marken, Mustern, Sortenschutzrechten sowie erg?nzende Schutzzertifikate sind ein wichtiger Teil des Innovationsprozesses, vor allem wenn damit hohe Investitionen, spezialisierte Forschung und ein hohes Misserfolgsrisiko einhergehen. Das ist etwa in der Pflanzenzüchtung, der Arzneimittelforschung oder der Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln der Fall. Ohne einen effektiven Patentschutz sind Produktentwicklungen und F&E-Investitionen im streng regulierten Life-Science-Sektor nicht umsetzbar. Neben dem Schaden für den Erfinder k?nnen Verst??e gegen gewerbliche Schutzrechte wie gef?lschte Arzneimittel oder Pflanzenschutzmittel auch eine gro?e Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellen.

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Der Wert des Bayer-Portfolios stützt sich auf den Schutz des geistigen Eigentums im Sinne des TRIPS-Abkommens der Welthandelsorganisation (WTO). Dieses verlangt bestimmte Ma?nahmen zur Gew?hrleistung einer angemessenen Laufzeit des Produktschutzes, um so ausreichende Anreize für die Entwicklung innovativer Produkte zu schaffen. Bayer setzt sich für hohe Ma?st?be bei gewerblichen Schutzrechten und beim Investitionsschutz ein, welche einen Anreiz für die Entwicklung und Herstellung von sowie den Handel mit innovativen Produkten schaffen, um im Rahmen einer internationalen Abstimmung gem?? dem TRIPS-Abkommen den Zugang zu diesen Produkten zu verbessern.

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Bayer verpflichtet sich zu Investitionen in die Entwicklung
innovativer Produkte zum Wohle der Gesellschaft insgesamt. Angesichts der weltweit unterschiedlichen Gesundheits- und Anbausysteme, Zulassungsanforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen werden wir vor Ort mit Experten und Organisationen zusammenarbeiten, um ma?geschneiderte L?sungen zu entwickeln, mit deren Hilfe die besonderen Herausforderungen jedes einzelnen Bereichs gemeistert werden k?nnen.

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Bayer schützt sein Portfolio und setzt sich dafür ein, dass Kunden, Partner und Stakeholder in aller Welt Zugang zu den jeweils ben?tigten L?sungen haben. In enger Zusammenarbeit mit den Regierungen analysieren wir politische Optionen, um Fragen des Zugangs und der Bezahlbarkeit zu regeln und gleichzeitig zu Innovationen in den Life Sciences anzuregen.?

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Unsere Verpflichtungen zeigen sich in den folgenden Grunds?tzen des Schutzes geistigen Eigentums, für die wir einstehen.

Grundsatz 1

Unser Umgang mit gewerblichen Schutzrechten orientiert sich am gesellschaftlichen Nutzen.

Grundsatz 2

Wir unterstützen Initiativen von Beh?rden und Organisationen zum Schutz geistiger Eigentumsrechte, um hochwertige Patente zu gew?hrleisten.

Grundsatz 3

Wir bedienen uns gewerblicher Schutzrechte, um die Zusammenarbeit zu f?rdern und Partnerschaften zu erm?glichen, die der weltweiten Gesundheit und einer nachhaltigen Nahrungsmittelsicherheit f?rderlich sind.

Grundsatz 4

Wir wenden unsere Patentrechte auf eine Weise an, die zu einem effektiven und fairen Wettbewerb zwischen Innovatoren anregt und allen Anwendern unserer Produkte zum Vorteil gereicht.

Grundsatz 5

Wir sind der überzeugung, dass zug?ngliche Patentinformationen den wissenschaftlichen Fortschritt f?rdern und zu Innovationen auf dem Gebiet der Life Sciences ermutigen. Wir unterstützen freiwillige Initiativen, die sich für dieses Ziel engagieren.

Grundsatz 6

Wir bekennen uns zu einem verantwortungsvollen und professionellen Auftreten in unseren Patentverfahren und streben zeitnahe L?sungen an, um mehr Gewissheit für alle Stakeholder zu schaffen.

Grundsatz 7

Wir sind der überzeugung, dass eine sinnvolle und gut definierte Ausnahmeregelung für die experimentelle Nutzung w?hrend der Vorbereitung auf die Einholung amtlicher Zulassungen mit den Zielen des Patentsystems vereinbar ist.

Grundsatz 8

Wir sind der überzeugung, dass ein Eintreten für die ?ffentliche Gesundheit und eine nachhaltige Nahrungsmittelsicherheit sowie das Meistern der mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen sowohl von robusten gewerblichen Schutzrechten als auch von der Zusammenarbeit der verschiedenen Stakeholder abh?ngt.

Grundsatz 9

Wir sind der überzeugung, dass die weltweit unterschiedlichen landwirtschaftlichen Systeme, Gesundheitsbedürfnisse, Zulassungsanforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen gegebenenfalls eine ma?geschneiderte Anwendung unserer gewerblichen Schutzrechte begründen, wenn diese einen Mehrwert für Patienten, Landwirte und Kunden schaffen, um deren spezifischen Bedarf zu decken.

Grundsatz 10

Unsere Herangehensweise an gewerbliche Schutzrechte in den am wenigsten entwickelten L?ndern der Welt berücksichtigt ihre besonderen sozio?konomischen und umweltspezifischen Herausforderungen.

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Gem?? unseren IP-Grunds?tzen unterstützt Bayer die folgenden Initiativen

Bayer ist der Patent Information Initiative for Medicines (Pat-INFORMED) beigetreten, die grundlegende Patentinformationen über zugelassene Produkte von Bayer bereitstellt und ?ffentlich zug?nglich macht.

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Des Weiteren unterstützt Bayer die Patent Information Transparency Online Databank (PINTO-Datenbank) der europ?ischen Saatgutindustrie und tr?gt Informationen zu dieser Datenbank bei. Sie verlinkt gewerbliche Pflanzensorten mit relevanten europ?ischen Patenten.

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Bayer meldet in den Niedrigeinkommensl?ndern keine Patente für Humanarzneimittel oder Vektorkontrollprodukte an oder setzt diese durch. Die vorstehende Richtlinie gilt so lange, wie ein Land gem?? Weltbank-Klassifizierung den Status eines Niedrigeinkommenslandes beibeh?lt und die Regierung des Landes keine Ma?nahmen ergreift, die eine ?nderung der Strategie zur Anmeldung oder Durchsetzung von Patenten rechtfertigen.

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Bayer beabsichtigt nicht, eigene Rechte am geistigen Eigentum gegenüber Kleinbauern durchzusetzen, die auf ihrem Hof das Saatgut für private und nicht kommerzielle Weiternutzung einsparen (?Farmsaved Seeds“), um extremer Armut zu entgehen. Wir wollen vielmehr mit ihnen zusammenarbeiten, um sie in die Welt der kommerziellen Landwirtschaft einzuführen, damit sie ihren Lebensunterhalt verbessern k?nnen (vgl. Nachhaltigkeitsbericht 2020, Seite 6).

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Tierversuche: Für sichere Arznei- und Pflanzenschutzmittel unverzichtbar

Thema

Tierversuche spielen eine wichtige Rolle für den Forschungs- und Entwicklungsprozess von Arzneistoffen und Pflanzenschutzmitteln. Ca. 90% der Versuche bei Bayer sind gesetzlich vorgeschrieben, um die Wirksamkeit und Sicherheit innovativer Wirkstoffe und Produkte für Menschen, Tiere und die Umwelt zu gew?hrleisten. Alle anderen Tierversuchsvorhaben z.B. in der Grundlagenforschung sind schon jetzt nur zul?ssig, wenn keine tierfreien Forschungsans?tze zur Verfügung stehen und alle anderen Anforderungen nach einem klar strukturierten Antrags- oder Anzeigeprozess erfüllt sind, so dass beh?rdenseitig die Unerl?sslichkeit festgestellt werden kann.

Auf Grund der ?hnlichkeit von Mensch und S?ugetier k?nnen aus den Versuchen aussagekr?ftige Schlüsse über die Wirkung der Inhaltsstoffe im menschlichen K?rper gezogen werden. So konnten dank solcher Studien zahlreiche Impf- und Arzneistoffe entwickelt werden, zur Behandlung von beispielsweise Herzkreislauferkrankungen, Krebs oder der Immunschw?che AIDS. Auch im Entwicklungsprozess von Pflanzenschutzmitteln sind toxikologische Untersuchungen im Rahmen von Tierversuchen gesetzlich vorgeschrieben.

Der Einsatz solcher Studien ist in Deutschland gesetzlich detailliert geregelt: Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird von Fachbeh?rden geprüft. In das Verfahren werden beratende Tierschutzkommissionen mit Beteiligung der Tierschutzverb?nde einbezogen. Auf internationaler Ebene bestehen neben nationalen Tierschutzregelungen zahlreiche Vereinbarungen der Forschungsgemeinschaft, um einheitliche Standards zu gew?hrleisten.

Dennoch wird die grunds?tzliche Durchführung von Tierversuchen immer wieder kontrovers in der ?ffentlichkeit diskutiert. Die forschenden Unternehmen nehmen diese Vorbehalte ernst und arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung alternativer Testmethoden, um die Anzahl von Tierversuchen zu reduzieren. Dazu z?hlen Versuche an Gewebeproben oder Computersimulationsprogramme. Diese k?nnen Tierversuche bisher jedoch nur begrenzt ersetzen und sind nur in einigen Bereichen von den zust?ndigen Beh?rden als Ersatz für Tierversuche zugelassen.
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Position von Bayer

Bayer führt Tierversuche für Produkte im Arzneistoff- und Agrarbereich durch und ist sich dabei seiner Verantwortung bewusst und hat sich strenge Grunds?tze zu Tierschutz und Tierversuchen gegeben und diese verbindlich niedergelegt. Bayer arbeitet zudem in der Forschung im Rahmen des?3R-Prinzips?darauf hin, die Anzahl der Tiere, die in den Studien eingesetzt wird, zu verringern (Reduce); die Forschungsmethoden zu verfeinern (Refine); sowie Tierversuche durch alternative Verfahren zu ersetzen (Replace).

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  1. Bei all unseren Tierversuchen halten wir uns an die geltenden Tierschutzgesetze. In L?ndern ohne spezielle Gesetzgebung gelten für unsere Produktionsst?tten, Partner und Zulieferer?die Bayer-Grunds?tze zu Tierschutz und Tierversuchen. Ein Bayer-internes Tierschutz-Komitee überwacht deren Einhaltung.
  2. Wir schaffen für die Tiere angemessene Lebensbedingungen. Zudem?reduzieren wir mit Eingriffen verbundene Untersuchungen und Stresserfahrungen?u.a. durch Nutzung von Mikro-Computertomographien und Fernmessverfahren. Au?erdem überwachen unsere Tierschutzbeauftragten die Durchführung aller Tierversuche.
  3. Bayer arbeitet auf nationaler und internationaler Ebene zusammen mit Stakeholdern intensiv an der?Entwicklung alternativer Methoden, um die Anzahl von Tierversuchen kontinuierlich zu reduzieren. Darüber hinaus unterstützt Bayer entsprechende Projekte mit finanziellen und anderen F?rdermitteln.
  4. Angesichts eines Zeitraums von oft über 12 Jahren bis zur sicheren Entwicklung und Zulassung innovativer Medikamente und Pflanzenschutzmittel pl?diert Bayer für?planbare und verl?ssliche Genehmigungsverfahren, die es dem Unternehmen erm?glichen, zeitlich verl?sslich zu planen und Patienten und Landwirte schnellstm?glich mit sicheren, innovativen Produkten zu versorgen.
  5. Bayer ist?offen für einen intensiven Dialog?mit allen Stakeholdern, um gemeinsam die besten L?sungen im Interesse des Tierwohls, der Wissenschaft sowie der Patienten und Landwirte zu finden.

? ? ? ? ?Für mehr Informationen:?www.tierversuche.bayer.de

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